Körperfett und seine Funktionen
Baby

Es gibt Zeiten im Leben, wo ein bisschen mehr Körperfett nicht schaden kann. © tankist276 - Fotolia.com

Nicht ganz so schlecht

Als Besucher dieser Website werden Sie das Körperfett wohl kaum sehr positiv sehen wollen. Aber urteilen Sie nicht zu hart. Es gibt Umstände im Leben, in denen Körperfett, sogar ein bisschen mehr davon, von Vorteil sein kann.

Funktionen des Körperfetts

Körperfett dient vielen Zwecken: als Energiespeicher, Polster gegen Schläge und Stöße, Hülle gegen Wärmeverlust, Baustoff von Geweben und Organen, Trägersubstanz für Vitamine und andere wichtige Elemente des Stoffwechsels, um nur einige zu nennen.

Fett als Energiereserve

Nahrungsmangel war eine ständige Drohung während der ganzen Entwicklung des Menschen. Ohne Fett als leistungsstarken Energiespeicher wäre die Menschheit lange vor der Steinzeit ausgestorben.

Überfluss an Nahrung ist neu in der menschlichen Geschichte, kaum älter als ein Jahrhundert, und auch nur in einigen Gegenden der Welt. Im Überfluss ist der Notmechanismus zu wirksam und baut mehr Fett auf als je nötig sein wird.

Kritische Perioden im menschlichen Leben

Eine gute Versorgung mit Energie ist besonders wichtig in der frühen Kindheit, in Zeiten von Krankheit und schlecht funktionierender Verdauung, und im fortgeschrittenen Alter.

Kindheit

Babyspeck ist eine Versicherung gegen zeitweise Energieknappheit, die das Wachstum gefährden könnte. Im Lauf des Wachstums baut sich das Körperfett nach und nach ab, bis es im frühen Erwachsenenalter ein Minimum erreicht.

Krankheit

In Zeiten der Krankheit scheint ein bisschen mehr Körperfett ganz nützlich zu sein. Das sogenannte Adipositas-Paradox ist in vielen medizinischen Studien gefunden worden. Zum Bespiel haben dicke Herzpatienten bessere Überlebenschancen als schlanke, obwohl doch Adipositas ein bekannter Risikofaktor für Herzkrankheiten ist.

Alter

Mit zunehmendem Alter verringern sich nach und nach die meisten Lebensfunktionen. Davon ist auch die Energieversorgung betroffen. Deshalb hat Energiemangel ernstere Folgen als früher im Leben. Zum Ausgleich gibt es eine Verschiebung von Muskel- zu Fettmasse: Weniger Muskeln verbrauchen weniger Energie, und dickere Fettpolster speichern mehr Energie, die im Notfall zur Verfügung steht.

Muskeln und Fett bei Senioren

Im Alter von sechzig Jahren ist der Body Mass Index in der Regel höher als mit zwanzig. Der Verlust an Muskelmasse ist somit durch die wachsenden Fettpolster mehr als ausgeglichen worden.

Alter ist keine Krankheit, aber eine Herausforderung, die für den Körper ähnliche Folgen haben kann. Eine davon ist anscheinend die Energieversorgung. Bei Krankheit hat sich etwas mehr Körperfett oft als vorteilhaft erwiesen. Im hohen Alter ist Abnehmen oft ein Zeichen schlechter Gesundheit. Deshalb scheint die Zunahme des Body Mass Index mit dem Alter ein sinnvoller physiologischer Vorgang zu sein.

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